Osteuropäische Pflegekräfte legal beschäftigen

Osteuropäische Pflegekräfte legal beschäftigen

Pflegekräfte aus Osteuropa legal beschäftigen

Legale Beschäftigung von 24h-Pflegekräften aus Osteuropa – Darauf müssen Sie achten

Der demografische Wandel in Deutschland zeigt ganz klar, dass es eine Verschiebung in der Altersstruktur der Bevölkerung gibt. Die Menschen werden immer älter und es werden immer weniger Kinder geboren. Dies hat zur Folge, dass es insbesondere in der Altenpflege einen Mangel an qualifizierten Fachkräften gibt. Hinzu kommt, dass Familienmitglieder hohe Kosten für die Betreuung eines Angehörigen aufbringen müssen. Um die Kosten zu senken und eine fürsorgliche Betreuung zu ermöglichen, werden immer mehr Pflegekräfte aus Osteuropa wie zum Beispiel aus Polen eingesetzt. Damit diese Beschäftigung legal ist, müssen einige Dinge beachtet werden.

Seriöse Pflegevermittlung finden

Seriöse Pflegeagentur findenEngagierte Pflegekräfte aus Osteuropa gibt es viele. Aber genau deshalb sollten Sie auch darauf achten, dass das Beschäftigungsverhältnis Ihrer Pflegekraft legal ist. Der sicherste Weg hierfür ist die Zusammenarbeit mit einer seriösen Pflegevermittlung, die bei Ihnen auch lokal in der Nähe ist, und mit vertrauenswürdigen Partnern zusammenarbeitet. Generell gibt es mehrere Möglichkeiten, eine Pflege- und Betreuungskraft zu engagieren:

Legale Arbeitskräfte aus dem Ausland finden Sie:

  • über eine Vermittlungsagentur aus dem In- und Ausland
  • über die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der deutschen Arbeitsagentur
  • als nachweislich selbstständige Pflegekräfte aus Osteuropa

Über eine Einschaltung einer Vermittlungsagentur lässt sich in der Regel innerhalb von ca. 2 Wochen eine Betreuungskraft engagieren. Deutlich länger dauert dieser Prozess normalerweise über die Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der deutschen Arbeitsagentur. Dafür fallen auf diesem Wege keine zusätzlichen Kosten für die Vermittlungsagentur an. Für den Fall der Beauftragung einer selbständigen Pflegekraft für die 24-Stunden-Pflege gilt es zu beachten, dass es hier zu keiner Scheinselbständigkeit kommt.

Vermittlung von osteuropäischen Pflegekräften durch das Arbeitsamt

Die Agentur für Arbeit bietet über die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) Familien Unterstützung bei der Suche nach einer osteuropäischen Pflegekraft an. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Pflegekräfte keine pflegerische Ausbildung haben und lediglich für den Haushalt und die Grundversorgung zuständig sind. Damit die ausländischen Arbeitskräfte legal in Deutschland arbeiten dürfen, sind einige Punkte zu beachten.

Wichtig für die legale Anstellung von osteuropäischen Pflegekräften:

  • Beschäftigungsdauer 38,5 Stunden/Woche
  • Lohnsteuerkarte muss beantragt werden
  • Arbeitskraft muss sich bei der Behörde registrieren lassen
  • Sozial- und Unfallversicherungen müssen abgeschlossen werden
  • angemessene Unterkunft der Pflegekraft

Sie sollten sich bewusst sein, dass Sie im Falle der Beschäftigung einer durch das Arbeitsamt vermittelten Pflegekraft aus Osteuropa (z.B. Polen) als pflegebedürftige Person oder als Angehöriger der offizielle Arbeitgeber der Pflegekraft sind und somit die Verantwortung für die Einhaltung der gesetzlichen und arbeitsrechtlichen Vorgaben haben! Dies beinhaltet auch den Urlaubsanspruch sowie die Lohnfortzahlung bei Krankheit nach den gesetzlichen Bestimmungen.

Sozialversicherung ist Pflicht – auch in Sachen Pflegekräfte

Was in Deutschland als selbstverständlich angesehen wird, ist in den osteuropäischen Ländern wie Polen nicht immer der Fall: Stichpunkt Sozialversicherung. Der Großteil der osteuropäischen Pflegekräfte wird über eine Pflegeagentur nach Deutschland vermittelt. Doch diese Vorgehensweise birgt nicht selten ein gewisses Risiko.

Als Privatperson fehlt häufig der detaillierte Überblick über die Gesamtsituation der Pflegekräfte und somit auch die Gewissheit darüber, ob die 24-Stunden-Pflegekraft auch im Heimatland sozialversichert und legal beschäftigt ist. Sie als Kunde haben jedoch einige Möglichkeiten, sich zu vergewissern, dass Ihre Pflegekraft legal in Deutschland arbeitet. Zu beachten gilt deswegen zum Beispiel auch, dass eine Entsendung einer Pflegekraft auf die maximale Dauer von 24 Monaten beschränkt ist.

A1-Bescheinigung der ausländischen Agentur muss vorliegen

A1 BescheinigungBevor Sie eine Pflegekraft für die Betreuung eines Angehörigen einsetzen, sollten Sie sich beim osteuropäischen Dienstleister nach der A1-Bescheinigung erkundigen. Anhand dieser Bescheinigung können Sie erkennen, ob die Pflegekraft in ihrem Heimatland sozialversichert ist. Damit diese Bescheinigung ausgestellt werden kann, ist es wichtig, dass die Pflegekräfte zu einem gewissen Anteil auch im Heimatland beschäftigt werden. Aber genau aufgrund dieser Anforderung, ergeben sich oft Schwierigkeiten.

Den meisten Vermittlungsagenturen ist daran gelegen, osteuropäische Pflegekräfte langfristig in deutsche Familien zu integrieren. Demnach ist es nicht immer sichergestellt, dass die Pflegekraft vor und nach der Beschäftigung in Deutschland in ihrem Heimatland als Arbeitskraft zur Verfügung steht.

Arbeitsanweisungen müssen über den ausländischen Arbeitgeber erfolgen

Ein weiterer Punkt, der für eine legale Beschäftigung einer osteuropäischen Pflegekraft beachtet werden muss, ist das Weisungsrecht im Rahmen einer Entsendung (Vermittlung einer Pflegekraft über das Entsendemodell). Bei dem Weisungsrecht handelt es sich um ein Recht des Arbeitsgebers, das auch während des gesamten Aufenthalts in Deutschland zwischen der osteuropäischen Pflegekraft und dem ausländischen Arbeitgeber bestehen bleiben muss. Auch wenn die ausländische Pflegekraft in einer deutschen Familie arbeitet, unterliegt sie nur den Anweisungen ihres Arbeitgebers im jeweiligen Ursprungsland.

Sollte die Pflegekraft die Arbeitsanweisungen jedoch von der ihr zugeteilten Familie erhalten, ändert sich das Verhältnis. In diesem Fall muss die deutsche Familie Abgaben und Steuern nach den deutschen Maßstäben bezahlen. Sollte das Weisungsrecht missachtet werden, drohen der Familie sowohl finanzielle als auch rechtliche Folgen.

Faire Bezahlung für osteuropäische Pflegekräfte

Nicht nur der Fachkräftemangel, sondern auch die hohen Kosten für die Betreuung eines Angehörigen durch eine in Deutschland angestellte Pflegekraft (z.B. in einem Altenheim, bei einem Pflegedienst, im Rahmen häuslicher Pflege) sind ein Anreiz für die Einstellung einer osteuropäischen Pflegekraft. Obwohl mit der ausländischen Pflegekraft Geld gespart werden soll, gehört eine faire Bezahlung zu einer wichtigen Grundlage für die legale Einstellung. Das bedeutet, dass auch im Ausland angestellte Arbeitskräfte für ihre Tätigkeit in Deutschland zumindest den in Deutschland festgelegten Mindestlohn erhalten müssen.

Für viele Menschen ist das Hauptmotiv für die Beauftragung einer osteuropäischen 24-Stunden-Pflegekraft nicht in erster Linie die Kostenersparnis, sondern der Wunsch nach einer bestmöglichen Versorgung der betreuungsbedürftigen Angehörigen. Auf diese Weise kann eine sehr individuelle, fürsorgliche und menschennahe Pflege ermöglicht werden.

Sie wünschen mehr Informationen zum Thema 24-Stunden-Pflege durch osteuropäische Pflegekräfte? Nehmen Sie jetzt mit uns Kontakt auf!

Jetzt Kontakt aufnehmen!
CURASENIO hat 4,95 von 5 Sternen | 21 Bewertungen auf ProvenExpert.com
Erfahrungen & Bewertungen zu CURASENIO