Was tun bei Diagnose Demenz?

Demenzerkrankungen nehmen zu

Immer häufiger erkranken Menschen an Alzheimer oder einer anderen Form der Demenz. Derzeit leben etwa 1,6 Millionen Menschen mit Demenz in Deutschland – die Deutsche Alzheimer Gesellschaft prognostiziert, dass sich die Zahl der Erkrankten bis zum Jahr 2050 auf rund 3 Millionen erhöht. Die Ursache dafür liegt im demografischen Wandel, infolgedessen die Menschen immer höhere Lebensalter erreichen. Von den über 90-Jährigen erkranken schätzungsweise 35% an Demenz. Die Diagnose Demenz ist deswegen keine Seltenheit und kann früher oder später jeden treffen. Doch wie reagiert man in diesem Fall richtig?

Die erste Symptome: Wie wird Demenz diagnostiziert?

Ab und zu vergisst man etwas, verlegt Dinge oder reagiert gereizt. Wenn zur Vergesslichkeit jedoch noch Konzentrationsprobleme, Schwierigkeiten bei alltäglichen Aufgaben sowie Sprach- oder Orientierungsprobleme auftreten und sich Situationen dieser Art über sechs Monate hinweg häufen, dann empfiehlt es sich, den Hausarzt aufzusuchen. Am besten ist es, einen Angehörigen oder Vertrauten, der die persönlichen Veränderungen miterlebt hat, zum ersten Gespräch mitzunehmen.

Um Demenz zu diagnostizieren gibt es keinen verlässlichen Labortest. Stattdessen wird der Patient zunächst an einen Neurologen überwiesen, der ihn sorgfältig befragt und eine Reihe verschiedener neuropsychologischer Gedächtnis- und Konzentrationstests macht. Auf der anderen Seite wird die körperliche Verfassung des Patienten untersucht, um Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen auszuschließen.

So wird beispielsweise mithilfe der Computertomografie (CT) oder Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) die Funktionsweise des Gehirns überprüft. Auch Herzrhythmus, Herzfrequenz, Blutdruck und Blutwerte sowie Pupillen- und Muskelreflexe sind Teil der Untersuchung, um organische Erkrankungen auszuschließen. Anhand aller Ergebnisse kann schlussendlich eine Diagnose gestellt werden, ob es sich bei den auffälligen Symptomen tatsächlich um Demenz handelt oder nicht.

Was passiert bei Demenz? Infos zum Krankheitsverlauf

3 Stadien der DemenzMit Demenz bezeichnet man eine Krankheit, in deren Verlauf die Nervenzellen im Gehirn absterben und sich dadurch die kognitiven Fähigkeiten verschlechtern. Das Anfangsstadium der Krankheit ist dabei kaum von einer Altersvergesslichkeit zu unterscheiden. Meist sind das Kurzzeitgedächtnis und die Merkfähigkeit zuerst betroffen. Auch der Orientierungssinn kann nachlassen. Dennoch sind die Betroffenen im Anfangsstadium meist noch selbstständig und benötigen nur wenig Hilfe bei alltäglichen Arbeiten.

Demenz im mittleren Stadium

Im mittleren Stadium verstärken sich die Symptome: Allmählich ist auch das Langzeitgedächtnis betroffen und die Persönlichkeit verändert sich. Zudem bringen Demenzkranke häufig ihren Tages- und Nacht-Rhythmus durcheinander und haben Probleme beim Sprechen. In dieser Phase können Erkrankte kaum mehr allein leben, da sie sich kaum strukturieren können und teilweise vor sich selbst geschützt werden müssen.

Demenz im späten Stadium

Im späten Stadium einer Demenz fällt Betroffenen das Sprechen immer schwerer. Zugleich können sie die Signale ihres Körpers nicht mehr deuten. Das führt dann schließlich auch dazu, dass sie Muskelanspannungen nicht mehr kontrollieren können und bettlägerig werden. Spätestens in dieser fortgeschrittenen Phase benötigen Demenzerkrankte eine Rundum-Demenzbetreuung und Pflege, wie sie z.B. auch durch eine 24-Stunden-Pflegekraft im Rahmen der 24-Stunden-Pflege erbracht wird.

Wie geht man mit der Diagnose Demenz richtig um?

Richtiger Umgang mit der Diagnose DemenzDemenz ist nicht heilbar und kann auch nicht aufgehalten werden. Umso wichtiger ist es nach einer Diagnose, sich nicht zurückzuziehen und die Krankheit zu verbergen, sondern mit engen Vertrauten und der Familie zu sprechen. Auch verschiedene Sozialverbände (z.B. VdK, SoVD) oder Selbsthilfegruppen (z.B. Alzheimer Gesellschaft München) bieten Beratungen für Demenkranke und Angehörige.

In den ersten Wochen nach einer Diagnose fühlen sich die Betroffenen häufig in einem Ausnahmezustand. Eine ganze Reihe von Fragen entsteht: Was wird aus mir? Wie lange kann ich noch mein gewohntes Leben führen? Welche rechtlichen, gesundheitlichen und finanziellen Vorkehrungen müssen getroffen werden? Wem vertraue ich hundertprozentig und wer soll mich später einmal in welchen Dingen vertreten? Wie stelle ich mir eine Demenzbetreuung vor?

Entscheidungen dieser Art sollten nicht auf die lange Bank geschoben werden, denn im Frühstadium sind an Demenz Erkrankte in der Regel noch voll geschäftsfähig und können vorsorgen. Damit können sie selbst festlegen, wer später welche Angelegenheiten regeln soll.

Welche rechtlichen Konsequenzen zieht die Diagnose mit sich?

Im Fall einer Demenzerkrankung ist davon auszugehen, dass früher oder später die Geschäftsfähigkeit nachlässt, d.h. die betroffene Person kann die Bedeutung und Tragweite von Verträgen oder Käufen nicht mehr richtig einschätzen. So lassen sich dann z.B. auch unsinnige und unvorteilhafte Geschäftsabschlüsse mit akuter Demenz – sollten sie getätigt werden – leicht wieder rückgängig machen. Allerdings kann auch nur derjenige eine rechtsgültige Vorsorgevollmacht, eine Betreuungsverfügung oder auch ein Testament aufsetzen, der voll geschäftsfähig ist.

Mit einer Vorsorgevollmacht räumen Demenzkranke Angehörigen oder Vertrauten das Recht ein, in ihrem Namen zu entscheiden und zu handeln, wenn sie dazu selbst nicht mehr in der Lage sind. Sie können damit finanzielle Angelegenheiten regeln und entscheiden, wie sie gepflegt werden möchten. Um hier trotz Demenzdiagnose selbst mitentscheiden zu können, ist also der richtige Zeitpunkt gefragt.

Besteht keine wirksame Vorsorgevollmacht und können Demenzkranke ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst erledigen, bestellt das Gericht einen rechtlichen Betreuer oder eine Betreuerin. Mithilfe einer Betreuungsverfügung kann schon im Voraus festgelegt werden, wen das Gericht bestellen soll. Allerdings ist ein rechtlicher Betreuer oder eine Betreuerin anders als der Begriff „Betreuung“ vermuten lässt, keinesfalls für die soziale Betreuung zuständig, sondern regelt ausschließlich Vorgänge im öffentlichen Leben sowie den Rechtsverkehr.

Medizinische Behandlung und Patientenverfügung

Demenz und PatientenverfügungFür den Fall, dass ein an Demenz erkrankter Mensch nicht mehr in der Lage ist, über ärztliche Eingriffe oder medizinische Behandlungen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zu entscheiden, empfiehlt es sich, vorab eine Patientenverfügung zu erstellen. Diese legt fest, welche medizinischen und lebensverlängernden Maßnahmen von den Ärzten ergriffen werden dürfen und welche nicht.

Eine Patientenverfügung sollte schriftlich verfasst und eigenhändig unterschrieben werden – sie kann jederzeit formlos widerrufen werden. Wichtig ist, dass der Betroffene zu dem Zeitpunkt der Erstellung noch einwilligungsfähig ist, also Art, Bedeutung und Tragweite von ärztlichen Maßnahmen erfassen kann. Hilfe und Beratung zu verfügten Maßnahmen oder Unterlassungen bieten neben Ärzten und Notaren auch örtliche Betreuungsvereine.

Angehörige entlasten durch Pflegedienste zur Demenzbetreuung

Die Diagnose Demenz betrifft in den meisten Fällen nicht nur die Betroffenen selbst, sondern kann auch das Leben der Angehörigen gehörig auf den Kopf stellen. Mit Fortschreiten der Krankheit müssen nicht nur zunehmend Tätigkeiten im Haushalt und für die Körperpflege der zu betreuenden Person verrichtet werden, auch die Betreuung an sich wird immer zeitintensiver, da an Demenz Erkrankte oftmals ständig beaufsichtigt werden müssen. Demenzbetreuung ist nicht selten eine 24-Stunden-Aufgabe.

Um ein möglichst angenehmes Umfeld für Betroffene zu schaffen und gleichzeitig Angehörige zu entlasten, gibt es verschiedene Betreuungsangebote: ob Tagespflege, in der Menschen mit Demenz beliebig viele Tage pro Woche verbringen und abends zu ihren Familien zurückkehren, Pflege-WG, Pflegeheim oder die individuelle Betreuung zu Hause über die 24-Stunden-Pflege. Lassen Sie nach einer Diagnose nicht zu viel Zeit verstreichen und Frust aufkommen. Kümmern Sie sich um zeitnah um alle wichtigen Angelegenheiten – für ein selbstbestimmtes Leben in Würde.

Worauf muss bei der Auswahl einer Vermittlungsagentur geachtet werden?

Zur Vermittlung von 24-Stunden-Pflegekräften aus Polen oder Osteuropa gibt es inzwischen zahlreiche spezialisierte Agenturen. Wichtig ist bei der Auswahl neben einer umfassenden Beratung auch die transparente Abwicklung aller Vorgänge.

Es sollte beispielsweise auf die Vorlage der A1-Bescheinigung geachtet werden, die die Sozialversicherung und steuerliche Erfassung der Pflegekraft in ihrem Heimatland bestätigt. Seriöse Agenturen wissen natürlich um die Bedeutung des A1-Formulars als wichtiges Nachweisdokument und arbeiten nur mit vertrauenswürdigen Entsendeunternehmen zusammen, die eine solche Bescheinigung meistens selbstständig vorlegen.

Neben den reinen Formalitäten geben kompetente Vermittlungsagenturen den Antragstellern zudem die Möglichkeit, ihre 24-Stunden-Pflegekräfte hinsichtlich Persönlichkeit und Eigenschaften auszusuchen. Damit steht einer harmonischen Zusammenarbeit – häufig bereits zwei Wochen nach der ersten Anfrage – nichts im Wege.

Sie suchen einen 24-Stunden-Betreuungsdienst für eine an Demenz erkrankte Person? Sie suchen einen erfahrenen Partner für die Demenzbetreuung? Sprechen Sie mit uns!

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